Das Kloster bezieht Stellung zu Demokratie und Vielfalt

Pressemitteilung 19. Februar 2026

Im vergangenen Jahr wurde in Rehburg-Loccum das „Bündnis für Demokratie und Vielfalt“ gegründet.

Der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss tritt ein für ein uneingeschränktes Miteinander gesellschaftlicher Gruppen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung. In der Erklärung des Bündnisses heißt es: „Wir treten ein gegen jede Form von Extremismus, Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.“

Das Predigerseminar im Kloster Loccum war von Anfang an dabei. Der Konvent des Klosters hat im Dezember letzten Jahres den Beitritt des Klosters zum Bündnis beschlossen.

Nun hängt an der Klostermauer ein großes Banner, mit dem Kloster und Predigerseminar ihre Unterstützung des Bündnisses in Rehburg-Loccum zum Ausdruck bringen.

Prior Arend de Vries sagte bei der Aufhängung am 19. Februar:„Wir als Kloster Loccum und als Predigerseminar im Kloster begrüßen die Gründung des „Bündnisses für Demokratie und Vielfalt in Rehburg-Loccum sehr. Und es ist für uns eine große Freude und andererseits auch selbstverständlich, dass wir diesem Bündnis beigetreten sind. Wir teilen und wir unterstützen die Anliegen des Bündnisses.

„Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit“ gehören zu den Grundwerten im christlichen Glauben und sind unverzichtbar für das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft.

Die Würde eines Menschen ist völlig unabhängig von der Herkunft die Religion oder Weltanschauung und der geschlechtlichen Identität. Niemand darf benachteiligt werden, weil sie oder er anders ist als ich. Darum widersprechen wir jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

In der Geschichte des Klosters gibt es dunkle Zeiten, wo das nicht der Fall war. In der Zeit der Hexenverfolgung war das Kloster beteiligt am Tod unschuldiger Frauen. In der Zeit des Nationalsozialismus haben unsere Vorgänger nicht widersprochen, als Menschen jüdischen Glaubens auch in Rehburg-Loccum in die Vernichtungslager abtransportiert wurden.

Umso deutlicher wollen wir heute eintreten für Toleranz, Vielfalt und Frieden und mit dafür sorgen, dass die Demokratie in unserem Land Bestand hat, Minderheiten geschützt werden und der Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt wird.“