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Die Klosterkirche

Im Zentrum des Klosters steht die Stiftskirche. Sie gehört in die älteste Bauperiode des Klosters und ist in ihrer ursprünglichen Gestalt durch die Jahrhunderte unverändert geblieben. Der Dachreiter der Zisterzienserkirchen soll kein hoch aufragender Turm, sondern ein Zeichen der Bescheidenheit sein.

Den Grundriss bildet ein Kreuz. Das auf einem schmalen Balken über dem Chorraum stehende Tafelkreuz von 1240 - ursprünglich stand es, beidseitig bemalt, auf dem Lettner - weist auf die Mitte des christlichen Glaubens hin. STAT CRUX DUM VOLVITUR ORBIS (das Kreuz steht, selbst wenn der Erdkreis durchdreht)  lautet einer der Leitsprüche im Kapitelsaal. Reste des Chorgestühls finden sich noch im Chorraum. Im Osten ist der Altarraum flach geschlossen. Ein großes Maßwerkfenster (neuere Darstellung der Taufe Jesu durch Johannes) gliedert die westliche Mittelschiffwand.

In den Jahren 2010 - 2012 wurde die Klosterkirche für das 850-jährige Klosterjubiläum umfassend renoviert. Der Sandstein wurde von Putz und schädlicher Farbe befreit, und viele bauliche Details sind in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt worden. Im nördlichen Seitenschiff findet sich eine neue, frei stehende Orgel der Orgelbauwerkstatt Seifert & Sohn aus Kaevelar. Im dahinter liegenden Bereich, der „Die große Freiheit“ genannt wird, fällt zuerst die alte Totenpforte der Zisterzienser auf: „Lehre uns bedenken, Herr, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“  Daneben ist das neue Auferstehungsfenster von Johannes Schreiter von 2013 eingebaut, das auf die Hoffnung über den Tod hinaus weist. Links der neue Zweitguss einer Skulptur von Werner Franzen aus dem Jahr 1987, die sich im Altenberger Dom findet, mit der legendären Szene: Christus beugt sich vom Kreuz herab und umarmt Bernhard von Clairvaux. Aber hier umarmt er zusätzlich auch Martin Luther, der Bernhards Christusfrömmigkeit sehr geachtet hat. Es ist eine ökumenische Umarmung und damit auch eine Darstellung der Geschichte des Klosters. In der angrenzenden Kapelle der alten Familie von Mandelsloh wurde ein Raum für die Heilige Schrift geschaffen, in dem die grundlegende Urkunde des Glaubens und Quelle der „großen Freiheit“ in historisch interessanten Ausgaben gezeigt wird.

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