Logo

Pilgerweg Loccum - Volkenroda

Eröffnung des Pilger-Weges
Eröffnung des Pilger-Weges

Die Eröffnung

Im April 2005, unmittelbar vor dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover, konnte der Pilgerweg offiziell als Projekt der Hannoverschen Landeskirche „eröffnet" werden. Die damalige Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann hielt in Hameln die Eröffnungspredigt.  Am 6. April 2005 nahmen 600 Menschen an der Eröffnung in Loccum teil.

In der Zielbestimmung des Pilgerwegs heißt es:

 „Auf dem Weg kommen Pilgerinnen und Pilger ins Gespräch mit Menschen und in Kontakt mit besonders geprägten Orten und spirituellen Vollzügen. Dabei vergegenwärtigen sie ihre Sehnsucht nach Beziehung, Verwandlung und Segen.

Der Pilgerweg verwirklicht  den Auftrag der Kirche, den Menschen zu helfen, ihren Weg zu Lebensgewissheit und zum Vertrauen auf die Güte Gottes zu finden. Zugleich lernt die Kirche, auf die Sehnsucht der Menschen zu hören und die eigene Sprachfähigkeit lebendig zu halten.

Weitere Informationen und den Pilgernavigator finden sie auf der Seite: http://loccum-volkenroda.de

 

Das Radkreuz

Als Wegzeichen des Pilgerwegs Loccum-Volkenroda ist ein violett farbenes Radkreuz auf weißem Grund gewählt worden. Die Vorlage findet sich im Torhaus des Klosters Loccum. Es handelt sich dabei um ein bischöfliches Weihekreuz aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, das sich über dem Eingang zur ehemaligen Frauenkapelle befindet.

Der Überlieferung nach wurden im Loccumer Torhaus Pilger willkommen geheißen, die auf der sog. „Bischofsroute" über Hannover nach Minden (Köln, Santiago de Compostela) unterwegs waren. Sie erhielten hier ihre Pilgersuppe und ggf. eine medizinische Versorgung, ehe sie zur Nacht in der Pilgerherberge einquartiert wurden.

Neuer Weg auf alten Pfaden

Von Volkenroda nach Loccum

Im Jahr 1163 machten sich 12 Mönche unter Leitung ihres Abts vom Zisterzienser-Kloster Volkenroda auf den Weg nach Norden, um in den Sümpfen rund um die Lucca-Burg ein neues Kloster zu gründen. Das neue Kloster blieb dem Mutterkloster verbunden. Alle Jahre wieder machte sich der Volkenrodaer Abt mit seinem Visitationstross auf den Weg nach Loccum - und dies wohl über viele Jahre, wohl bis zur Reformation des Klosters Loccum. Wie man von anderen Klöstern weiß (so etwa vom Kloster Altenberg), nahmen die Mönche in den nasskalten Monaten den Weg über die Berge, in den trockeneren Monaten entlang der Handelsstraßen, die gerne den Flussläufen folgten.

Über die genaue Route der Mönche zwischen Volkenroda und Loccum weiß man herzlich wenig, ja nicht einmal, ob es immer dieselbe Route sein musste oder gewesen ist. Insofern handelt es sich beim Pilgerweg Loccum-Volkenroda um einen wirklich „neuen Weg".  Er verbindet die ehemaligen Zisterzienserklöster Loccum in Niedersachsen und Volkenroda in Thüringen. Auf rund 300 Kilometern führt er durch eine abwechslungsreiche Naturlandschaft entlang von Weser, Leine und Unstrut, über Wesergebirge, Vogler und Solling sowie durchs Eichsfeld.

Entlang des Weges finden sich zahlreiche Klöster bzw. Klosterruinen, überwiegend auch Zisterziensischen Ursprungs. Zusammen mit anderen sehenswerten Baudenkmälern lassen sie eine über Jahrhunderte währende Glaubensgeschichte lebendig werden. Darüber hinaus wird die ehemalige innerdeutsche Grenze überquert. So wird auch das Glück der friedlichen Revolution von 1989 erfahrbar. Zusammen kam, was zusammen gehört (frei nach Willy Brandt) - eine, wenn nicht überhaupt die Grundvoraussetzung, diesen alten Zisterzienser-Weg wieder gehen zu können!

 

KLOSTER LOCCUM | 31547 Rehburg-Loccum | Im Kloster 2 | Tel.: 05766 - 96 02 0 | Fax 05766 - 96 02 11 | Seite empfehlen
Valid XHTML 1.0 Transitional

Seite empfehlen

Füllen Sie die Felder aus, und klicken Sie auf Senden, um diese Seite weiterzuempfehlen!

Code