850 Jahre Kloster Loccum850 Jahre Kloster Loccum

Prof. Rolf Wernstedt, Niedersächsischer Kultusminister 1990 - 1998

Ein Wort zum Kloster Loccum

Ich will nichts Angestrengtes über das Kloster Loccum sagen. Weder Historisches noch Theologisches noch irgendeine Andacht oder einen Gottesdienst möchte ich erwähnen. Auch die künstlerischen und architektonischen Besonderheiten des Baus will ich nicht berühren.
Ich möchte nur ein Gefühl vermelden.
Seit etwa 40 Jahren besuche ich die Evangelische Akademie Loccum, weil ich Zuhörer oder Referent einer mich interessierenden Tagung sein wollte oder weil ich in irgendeiner Funktion dort zu tun hatte.
Immer wieder, wenn ich mit dem Auto die letzte Kurve der Straße in Münchehagen genommen hatte und am Horizont über den Bäumen der Dachreiter des Klosters erschien, stellte sich bei mir ein Gefühl der Vorfreude auf das, was mich erwarten würde, ein. Ich sah mich schon im Tagungsraum, genoss innerlich den Blick aus dem Fenster auf die Klosteranlage und wurde heiter.
Als vor einigen Jahren wegen Bauarbeiten der Dachreiter eine Zeitlang fehlte und nicht mehr grüßte, fehlte mir einfach etwas. Mein Aufenthalt war dann irgendwie unvollständig, profaner, unabhängig vom Verlauf der Tagung.
Das Kloster hat insofern für mich auch immer etwas Heimatliches, nichts Aufdringliches, nichts Sentimentales. Diese wenigen Minuten vom Dorfausgang bis zur Einfahrt ins Gelände sind eigentlich nicht der Rede wert, aber sie sind ein Teil eines Lebensgefühls, wovon ich ein kleines Zeugnis ablegen möchte.

KLOSTER LOCCUM | 31547 Rehburg-Loccum | Im Kloster 2 | Tel.: 05766 - 96 02 0 | Fax 05766 - 96 02 11
Valid XHTML 1.0 Transitional